Lippmann-Verfahren

Lippmann-Verfahren, Lippmannsche Farbenphotographie, nach G.J. Lippmann benanntes Verfahren, bei dem mit Hilfe besonders feinkörniger und somit entsprechend unempfindlicher photographischer und mit transparenter Emulsion beschichteter Platten (Lippmann-Platten) farbenphotographische Aufnahmen (besonders von Spektrallinien) gemacht werden können. Das einfallende Licht wird durch eine an der Rückseite der transparenten Schicht aufgebrachte Quecksilberschicht in sich reflektiert und bildet hierdurch stehende Wellen aus; in den Ebenen der Schicht, in denen der elektrische Vektor einen »Bauch« hat, wird die Emulsion geschwärzt. Bei senkrechtem Einfall von weißem Licht auf die Platte erscheint im reflektierten Lichtstrahl diejenige Spektralfarbe, deren Wellenlänge dem doppelten Abstand der geschwärzten Ebenen entspricht, also die bei der Belichtung verwendete Farbe.