Claus-Verfahren

Nach K.E. Claus benanntes Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus schwefelwasserstoffhaltigen Gasen (z.B. Synthesegas); Schwefelwasserstoff (H2S) wird im Claus-Ofen an Katalysatoren (z.B. Bauxit) unter Zufuhr einer bestimmten Menge Luft bei 300-350 °C oxidiert; das Claus-Verfahren verläuft in der Regel zweistufig, wobei in einem ersten Schritt nur ein Teil des Schwefelwasserstoffs zu Schwefel umgesetzt wird und ein weiterer Teil zu Schwefeldioxid (SO2); in einem zweiten Schritt reagiert das SO2 mit dem restlichen H2S zu Schwefel; der zweistufige Prozeß ist durch eine hohe Durchsatzrate gekennzeichnet, der gewonnene Schwefel ist etwa 99,5%ig.