Poynting-Robertson-Effekt

Poynting-Robertson-Effekt, nach J.H. Poynting und H.P. Robertson benannter Effekt aus der Astronomie: Kleine Teilchen (z.B. Mikrometeorite), die sich um die Sonne bewegen, werden im Laufe der Zeit immer mehr abgebremst und stürzen schließlich auf Spiralbahnen in die Sonne. Der Effekt beruht auf Aberration: die Sonnenstrahlung wirkt auf ein zirkular umlaufendes Staubteilchen ein. Infolge der Eigengeschwindigkeit des Teilchens »sieht« dieses die Sonnenstrahlung unter einer geringen Abweichung von der Normalen, woraus eine das Teilchen abbremsende Kraft resultiert, die dessen Spiralbewegung zur Sonne bewirkt.