Millikan-Versuch

Millikan-Versuch, Öltröpfchenmethode, Methode zur präzisen Bestimmung der Ladung des Elektrons (elektrische Elementarladung). Dabei wird zunächst die Fallgeschwindigkeit winziger Öltröpfchen von 10^-4 bis 10^-5 cm Durchmesser, die bei starker seitlicher Beleuchtung gerade noch im Meßmikroskop sichtbar sind, in einem feldfreien, aber lufterfüllten Raum gemessen und daraus mittels des bekannten Stokes-Gesetzes ihre Größe und ihr Gewicht ermittelt. Dann wird durch Anwendung eines elektrischen Feldes genau bekannter Stärke, das auf die (zufällig mehr oder weniger) geladenen Tröpfchen eine Kraft nach oben ausübt, die Fallgeschwindigkeit verringert oder sogar in eine Steiggeschwindigkeit umgekehrt, woraus sich der Betrag der elektrischen Kraft und damit die Ladung des Tröpfchens ergibt. Alle Tröpfchen- Ladungen erweisen sich als kleine, ganzzahlige Vielfache eines gemeinsamen Teilers, der elektrischen Elementarladung.


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