Michelson-Versuch

Michelson-Versuch, Michelson-Morley-Experiment, erstmals 1881 von A. Michelson und 1887 von ihm und E.W. Morley noch einmal mit größerer Genauigkeit durchgeführter Versuch, die Bewegung der Erde gegenüber dem hypothetischen Lichtäther zu messen. Da sich die Erde bei ihrem Umlauf um die Sonne mit großer Geschwindigkeit (ca. 30 km/s) bewegt, müßte sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts in einem ruhend angenommenen Äther in Richtung der Umlaufbewegung der Erde von der Geschwindigkeit in einer dazu senkrechten Richtung unterscheiden. Der mit einem schwenkbaren Michelson- Interferometer durchgeführte Michelson-Versuch ergab, daß sich das Licht nach allen Richtungen gleich schnell ausbreitet. Die Existenz eines Äthers war also nicht nachweisbar bzw., wenn es einen Äther gäbe, dann müßte er von der Erde mitgeführt werden. Das Ergebnis des Michelson-Versuch gab den Anstoß zur Aufstellung der Relativitätstheorie von A. Einstein.


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