Bilharziose
Gepostet am Mai 1, 2007 in MedizinBilharziose, Schistosomiasis, »ägyptisches Blutharnen«, eine durch Saugwürmer der Gattung Schistosoma (Pärchenegel) hervorgerufene Tropenerkrankung bei Menschen und Tieren, nach der Malaria mit etwa 200 Millionen Befallenen die verbreitetste Krankheit warmer Länder. Hohe Befallswahrscheinlichkeit, weil die aus dem Zwischenwirt (Wasserschnecke) freiwerdende Gabelschwanzlarve (Cercarie) die Haut des Endwirts an spezifischen Substanzen (Fettsäuren) erkennt und aktiv in sie eindringt. Umwandlung der eingedrungenen Cercarie in den jungen Wurm (Schistosomulum) und Wanderung über die Herz- und Lungenpassage zum Zielorgan (Urogenitaltrakt, Leber, Darm); Symptome unter anderem: Blasenentzündung mit blutigem Urin, Blutarmut, Erschöpfung, gegebenenfalls Blasentumoren, Leberzirrhose, Milzschwellung und Bauchwassersucht; Behandlung heute vorwiegend mit Praziquantel, Zwischenwirtbekämpfung mit Kupfermitteln oder biologischen Feinden.
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