Jeder Golfplatz weist unterschiedliche Schwierigkeiten auf. Somit ist jeder Golfplatz, unterschiedlich schwierig zu spielen. Dies führt dazu, dass bei einfacher Handicapberechnung Handicaps nicht miteinander verglichen werden können. Ein Golfspieler könnte beispielsweise ein Handicap von 5 haben und trotz Einsatz des besten Golfschläger um einiges schlechter sein als ein anderer Golfspieler, welcher ein Handicap von 8 hat. Das kann deshalb so sein, weil es möglich wäre, dass der Golfspieler mit Handicap 5 bei der Berechnung seines Handicaps auf sehr viel einfacher zu spielenden Golfplätzen gespielt hat. Dadurch benötigte er bei den einzelnen Löchern weniger Schläge als der Golfspieler mit Handicap 8.
Dieser könnte auf sehr schwer zu spielenden Plätzen gespielt haben, um das Handicap berechnen zu lassen. Es ist also auf den ersten Blick für die Berechnung des Handicap nicht nur entscheidend, dass der Golfspieler die Golfbälle mit ganz wenigen Schlägen ins Loch befördert. Die Berechnung des Handicaps wird aus diesen Gründen sehr differenziert vorgenommen.
Golfverbände nutzen dazu unterschiedliche Regelungen. In den USA unterscheidet sich die Berechnung klar von der Berechnung in Europa. Das europäische EGA Handicap System wird durch den DGV, dem Deutschen Golf Verband, auch in Deutschland angewendet.
Trotz der Unterscheidung der Handicapsysteme in den USA und in Deutschland, lässt sich sagen, dass gleich starke Spieler auch ein etwa gleiches Handicap haben werden. Wegen der vorhandenen Ungenauigkeit kann allerdings ein Quervergleich beider Handicap-Systeme nicht stattfinden.
Um Handicaps vergleichbar zu machen, werden die Schwierigkeiten des jeweiligen Golfplatzes für die Berechnung mit berücksichtigt. In der BRD wird das Course Rating (CR-Wert) und das Slope Rating (Slope) genutzt, um eine faire Bewertung zu gewährleisten. Diese Systeme berücksichtigen, im Gegensatz zu Par, auch die Schwierigkeiten einer Golfbahn, wie z.B. die anzutreffenden verschiedenen Hindernissen. Der CR-Wert drückt aus, wie viele Schläge ein sehr guter Golfer für die entsprechende Golfrunde benötigt. Der Slope-Wert gibt dazu einen relativen Steigerungswert für Golfer an, die noch etwas schlechter spielen. Durch diese beiden Werte können die Ergebnisse von Golfern mit unterschiedlichem Können auf verschiedenen Plätzen in Relation gebracht werden.
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Die Probleme der Berechnung des Handicaps beim Golf