Das Handy veränderte die Kommunikationsgewohnheiten

Das erste Mobiltelefon erblickte 1983 das Licht der Welt. Hergestellt wurde es von der Firma Motorola. Das damalige erste Handy hörte auf den Namen DynaTAC und war aus heutiger Sicht alles andere als handy also handlich, vermutlich wurde die deutsche Bezeichnung für Mobiltelefone nämlich das Wort Handy erst Jahre später erfunden. Erst neun Jahre später im Jahre 1992 wurde das erste Mobiltelefon im GSM-Standard angeboten. Dieses Motorola Mobiltelefon wurde auf den Namen International 3200 getauft.

Obwohl Motorola bei den Handys der first mover also der Pionier war, verloren die Amerikaner zumindest in Europa schnell an Boden, weil die Skandinavier von Nokia und Ericsson (später wurde hieraus Sony Ericsson) einfach die ansprechenderen Endgeräte anbot. Erst im neuen Jahrtausend gelang es Motorola mit Marktanteilen unterhalb von 20 Prozent in Europa wieder an alte Zeiten zu erinnern.
Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrtausends gelang es dem Handy, Massenmärkte in aller Welt zu erobern. Durch die fallenden Preise der Endgeräte und auch die fallenden Minutenpreise wurden, war bald eine Mehrheit der Bevölkerung in der Lage mobil zu telefonieren. Hierdurch wurden die Kommunikationsgewohnheiten stark beeinflusst. Es waren plötzlich ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation für Menschen, die nicht zu Hause waren, möglich. Aus dem Supermarkt heraus, konnte noch einmal schnell der Einkaufszettel mit dem Kühlschrankinhalt abgeglichen werden.

Verabredungen wurden auch zwischen zwei Menschen möglich, die beide gerade unterwegs waren. Außendienstmitarbeiter konnten sich plötzlich dem Einfluss der Zentrale gar nicht mehr entziehen. Per SMS konnten auch auf sehr diskrete Art und Weise Kurzmitteilungen zielgenau an die betreffende Person verschickt werden. Insgesamt wurde die Kommunikation sehr viel direkter. Hierdurch verloren sicher Sekretärinnen aber auch Eltern den Einfluss, der im Festnetz noch ausgeübt werden konnte.