Europäische Zentralbank

Europäische Zentralbank ist das zentrale und unabhängige Noten- und Kreditinstitut der Europäischen Union seit dem 1.6.1998 mit Sitz in Frankfurt am Main. Für die Durchsetzung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion erfüllt die Europäische Zentralbank Aufgaben wie z.B. die Festsetzung der Wechselkurse. Außerdem vereinheitlicht sie die Geld- und Wechselpolitik, bekämpft die Inflation innerhalb der Europäischen Union und realisiert die Stabilität des Preisniveaus. Sie genehmigt die Ausgabe von Banknoten innerhalb der Gemeinschaft.

Die Europäische Zentralbank ist mit den nationalen Zentralbanken der EU-Mitgliedstaaten über den Europäische Zentralbank-Rat verknüpft, der sich aus dem Europäische Zentralbank-Direktorium und den Präsidenten der nationalen Zentralbanken zusammensetzt; der Europäische Zentralbank-Rat legt die Geldpolitik fest. Die Mitglieder des Direktoriums werden von den Regierungschefs der Mitgliedsländer ernannt. Zum ersten Präsidenten der Europäischen Zentralbank wurde 1998 der niederländische Finanz- und Wirtschaftswissenschaftler Wim Duisenberg gewählt. Er wurde 2003 vom französischen Notenbankchef Jean-Claude Trichet abgelöst.

Die EZB ist, wie nationale Zentralbanken auch, absolut weisungsunabhängig, d.h. weder Organe der Europäischen Union noch solche der Nationalregierungen können gegen ihren Willen Einfluss auf ihre Handlungen nehmen. Die Europäische Zentralbank unterliegt lediglich dem Gesetz.