Gepostet am Mai 1, 2007 in Physik
Doppler-Effekt, Doppler-Prinzip, die Veränderung der Frequenz einer Welle (z.B. Schall, Licht) am Beobachtungsort, wenn sich Schwingungsquelle und Beobachter relativ zueinander bewegen. Dies bedeutet eine Zunahme der Tonhöhe bzw. Farbverschiebung des Lichtes zum Violetten hin bei Annäherung, Abnahme der Tonhöhe bzw. Rotverschiebung bei Entfernung vom Wellenausgangsort (Schwingungsquelle) und Beobachter. Der Doppler-Effekt spielt eine wichtige Rolle in der Astrophysik und wird ferner unter anderem zur Geschwindigkeitsmessung (Doppler-Radar, Verkehrsradar), beim Doppler-Navigationsverfahren in der Luftfahrt und bei der spektroskopischen Temperaturbestimmung (durch Messung der Doppler-Verbreiterung der Spektrallinien) ausgenutzt.
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Gepostet am Mai 1, 2007 in Physik
Donnan-Gleichgewicht, ein sich zwischen zwei Lösungen, die durch eine semipermeable Membran voneinander getrennt sind, einstellendes Gleichgewicht der Ionenverteilung; nach dem Donnan-Prinzip muß die Summe der Ladungen aller positiven und negativen Ionen auf beiden Seiten der Membran gleich Null sein; folglich bildet sich bei den verschiedenartigen Ionen beiderseits der Membran eine unterschiedliche Verteilung aus; hieraus folgen ein zusätzlicher osmotischer Druck (Donnan-Druck) und ein entsprechendes Diffusionspotential (Donnan-Potential) zwischen den beiden Kompartimenten. Die mit dem Donnan- Gleichgewicht verbundenen Phänomene spielen bei biologischen Vorgängen (wie Ionenverteilung zwischen Blutflüssigkeit und Blutkörperchen, Nervenmembranpotential, Nährstoffaufnahme bei Pflanzen) sowie bei technischen Systemen (z.B. bei der Meerwasserentsalzung) eine bedeutende Rolle.
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Gepostet am Mai 1, 2007 in Physik
Daltonsches Gesetz, Gasgesetz, nach dem in einem Gemisch idealer, sich nicht chemisch beinflussender Gase der Gesamtdruck gleich der Summe der Partialdrücke ist, d.h., in einem Gasgemisch übt jedes Gas den Druck aus, den es im gleichen Raum allein hätte. (Eine Folge des Daltonschen Gesetzes ist, daß der Dampfdruck einer Flüssigkeit unabhängig davon ist, ob sich darüber Luft oder luftleerer Raum befindet.) Für reale Gase gilt das Daltonsche Gesetz mit guter Näherung, solange die Anziehungskräfte zwischen den verschiedenartigen Molekülen vernachlässigbar sind, d.h. für geringe Dichten, und je ähnlicher ihre kritischen Daten sind.
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Gepostet am Mai 1, 2007 in Physik
Nach K.P.A. Clusius und G. Dickel benanntes Gerät zur äußerst effektiven Trennung von Gasgemischen durch eine Kombination von Thermodiffusion und -konvektion, insbesondere der natürlichen Gemische von gasförmigen Isotopen oder von gasförmigen Verbindungen von Isotopen; besteht aus zwei mehrere Meter langen, senkrecht ineinander angeordneten koaxialen Röhren, von denen die innere durch Dampf oder elektrisch beheizt und die äußere gleichzeitig gekühlt wird. Der Raum zwischen den beiden Röhren ist oben und unten geschlossen und mit dem Gemisch gefüllt, wobei sich die leichteren Moleküle innen, die schwereren außen anreichern (Thermodiffusion); das erwärmte Gasgemisch strömt innen nach oben, während außen das gekühlte herabsinkt (Thermokonvektion).
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Gepostet am Mai 1, 2007 in Physik
Nach K.E. Claus benanntes Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus schwefelwasserstoffhaltigen Gasen (z.B. Synthesegas); Schwefelwasserstoff (H2S) wird im Claus-Ofen an Katalysatoren (z.B. Bauxit) unter Zufuhr einer bestimmten Menge Luft bei 300-350 °C oxidiert; das Claus-Verfahren verläuft in der Regel zweistufig, wobei in einem ersten Schritt nur ein Teil des Schwefelwasserstoffs zu Schwefel umgesetzt wird und ein weiterer Teil zu Schwefeldioxid (SO2); in einem zweiten Schritt reagiert das SO2 mit dem restlichen H2S zu Schwefel; der zweistufige Prozeß ist durch eine hohe Durchsatzrate gekennzeichnet, der gewonnene Schwefel ist etwa 99,5%ig.
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Gepostet am Mai 1, 2007 in Physik
Cailletet-Mathiassche Regel, besagt, daß die Dichten des gesättigten Dampfes und der flüssigen Phase am kritischen Punkt gleich sind; ergibt die Möglichkeit, die kritische Dichte genauer zu bestimmen als durch direkte Messungen. Man trägt hierzu die Dichten der flüssigen und gasförmigen Phase über der Temperatur auf und erhält parabelähnliche Kurven. Die Mittelwerte zwischen beiden Werten für gleiche Temperaturen liegen nahezu auf einer Geraden, deren Schnittpunkt mit der kritischen Isotherme die kritische Dichte ergibt.
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