Golgi-Apparat

Golgi-Apparat, Gesamtheit von Stapeln (Dictyosomen) abgeflachter Membranvesikel (Zisternen) eukaryotischer Zellen, von polarer Struktur; die (cis-, proximale) Bildungsseite ist zum rauhen endoplasmatischen Reticulum (rER) hin orientiert und durch kleine Vesikel (Primärvesikel) gekennzeichnet; auf der (trans-, distalen) Sekretionsseite finden sich vorwiegend große (Golgi-)Vesikel. Der Golgi-Apparat ist Hauptumschlagplatz makromolekularer sowie vieler lipophil sekretorischer Zellprodukte; neben rER und den Golgi-Vesikeln verantwortlich für die Synthese, Modifikation, Sortierung, Verpackung und den Transport von Exportproteinen (translationale Sekretion), löslicher lysosomaler Proteine sowie von Membranproteinen


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Galileisches Fernrohr

Galileisches Fernrohr, holländisches Fernrohr, ein von Galileo Galilei wahrscheinlich nach holländischem Vorbild selbstentworfenes und -gebautes Linsenfernrohr; ausgestattet mit einer konvexen (»positiven«) Objektivlinse (Sammellinse) großer Brennweite und einer konkaven (»negativen«) Okularlinse (Zerstreuungslinse) kurzer Brennweite, welche vor dem Brennpunkt des Objektivs angeordnet ist; erzeugt zwar lichtstarke, aufrechte Bilder, weist allerdings nur ein kleines Gesichtsfeld auf und ist umständlich in der Handhabung; heute besonders als Opernglas verwendet.


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Frenkel-Defekt

Gitterfehler (Störstelle) in einem Kristall, der durch das Abwandern eines Atoms bzw. Ions von seinem regulären, durch ein Minimum an potentieller Energie charakterisierten Platz in eine Gitterlücke hinein zustandekommt. Die Frenkel-Fehlstellen beeinflussen eine Reihe der strukturempfindlichen Kristalleigenschaften (z.B. spezifische Wärme, Dichte). Liegt eine Vielzahl solcher und ähnlicher Störstellen vor, so findet bei Anlegen einer elektrischen Spannung Ionenleitung statt (Ionenhalbleiter).


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Fraunhofersche Absorptionslinien

Fraunhofersche Linien, an verschiedenen Stellen im Sonnenspektrum auftretende dunkle Spektrallinien (Absorptionslinien); entstehen in der unteren Chromosphäre (umkehrende Schicht), deren Temperatur etwa 1000 °C niedriger als die der unter ihr liegenden, lichtaussendenden Photosphäre ist und die das Photosphärenlicht in einzelnen, für die Chromosphärengase charakteristischen Wellenlängen absorbiert. Markante Linien sind die H- und K-Linien des Calciums (Wellenlänge l = 396,85 nm bzw. 393,37 nm), die rote Wasserstofflinie C = Ha (l = 656,28 nm) und die D-Linien (Dublett) des Natriums (l = 589,59 nm und 589 nm). Da auch die anderen Sterne Absorptionslinien in ihren Spektren zeigen, können die Astronomen durch Spektralanalyse deren chemische Zusammensetzung ermitteln. Bis heute wurden mit höchstauflösenden Gitterspektrographen etwa 25000 Fraunhofersche Linien vermessen, von denen etwa 70% mit über 60 chemischen Elementen identifiziert werden konnten.


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Einstein-Ring

Einstein-Ring, im Jahr 1936 von A. Einstein vorhergesagtes Phänomen im Zusammenhang mit der Lichtablenkung durch massereiche kosmische Körper (z.B. Galaxien): Entstehung eines ringförmigen Bildes eines weit entfernten Objekts (z.B. Quasars) durch Gravitationslinsen-Wirkung eines sich genau in der Verbindungslinie von Quasar und Beobachter befindenden massereichen Objekts (z.B. Galaxie); konnte 1988 erstmals mit einer Radioteleskop-Anlage (Very Large Array) bei einer Radiogalaxie im Sternbild Löwe nachgewiesen werden.


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Edison-Effekt

Edison-Effekt, glühelektrischer Effekt, Glühemission, Emission von Elektronen aus erhitzten Metall- oder Halbleiteroberflächen, die O.W. Richardson als Folge erhöhter thermischer Bewegung der Leitungselektronen im Innern des emittierenden Körpers theoretisch deutete (Richardson-Effekt) und deren Abhängigkeit von der Temperatur und Austrittsarbeit des elektronenemittierenden Körpers er in der Richardson-Gleichung zum Ausdruck brachte. Der Effekt wird in den Glühkathoden der Elektronenröhren zur Erzeugung freier Elektronen ausgenutzt.


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