Josephson-Effekte

Josephson-Effekte, die nur quantenmechanisch deutbaren Erscheinungen bei einer Anordnung von zwei durch eine sehr dünne Isolatorschicht getrennten Supraleitern, daß bei Anlegen einer äußeren Spannung eine Suprastrom fließt, aber kein Spannungsabfall in der Isolatorschicht beobachtet wird (Gleichstrom-Josephson-Effekt). Der Wechselstrom-Josephson-Effekt ist durch das Auftreten eines geringen Spannungsabfalls und durch die Aussendung einer höchstfrequenten Strahlung (Mikrowellen) in der Isolatorschicht gekennzeichnet. Die Josephson-Effekte finden wichtige Anwendungen in der Technik, z.B. in parametrischen Verstärkern, Mikrowellengeneratoren und -detektoren und in Schalt- und Speichersystemen in der Datenverarbeitung.


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Jamin-Interferometer

Jamin-Interferometer, optisches Meßgerät zur Präzisionsmessung der Brechzahlen von Flüssigkeiten und Gasen. Grundprinzip: Aufteilung eines Wellenzuges durch Reflexion an der Vorder- und Rückseite von zwei gleich dicken planparallelen Platten in zwei räumlich getrennte Teile, die anschließend wieder vereinigt werden und dabei je nach Veränderung ihrer gegenseitigen Phase (Gangunterschied) bestimmte Interferenzerscheinungen zeigen. Eine in einen der beiden Teilstrahlen eingebrachte durchsichtige Substanz verändert den Gangunterschied und bewirkt dadurch eine Verschiebung der Interferenzlinien, aus der der Brechungsindex bestimmt werden kann.


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Huygenssches Prinzip

Prinzip der Wellenlehre: Jeder Punkt eines homogenen Mediums, der von einer Welle getroffen wird, ist als Zentrum von neuen, kugelförmig sich ausbreitenden, kohärenten Wellen, den Sekundär- bzw. Elementarwellen, anzusehen; diese interferieren bei Abwesenheit von Hindernissen zu den beobachteten, sich geradlinig ausbreitenden Wellen. In der Umgebung eines Hindernisses (Schirm, Spalt, Gitter) erzeugen die Sekundärwellen die beobachteten Beugungs- und Interferenzerscheinungen.


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Hookesches Gesetz

Hookesches Gesetz, Elastizitätsgesetz, das besagt, daß innerhalb der Elastizitätsgrenze bei festen Körpern zwischen Belastung (Spannung, Druck, Zug, Schub) und Dehnung (Verformung) ein linearer Zusammenhang besteht; für die relative Längenänderung Dl/l eines Drahtes unter Einwirkung der mechanischen Spannung s (Kraft/Fläche) gilt:

Dl/l = s/E

E = Elastizitätsmodul.


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Hertzscher Oszillator

Hertzscher Oszillator, Hertzscher Dipol, 1886 von H.R. Hertz hergestellter Sender für elektromagnetische Wellen (bis ca. 60 cm Wellenlänge), bestehend aus einem in der Mitte durch eine Funkenstrecke verbundenen Stab; in der Unterbrechungsstelle dieses Gebildes wurden mit Hilfe eines Induktionsapparats Funken erzeugt, wodurch der Schwingungskreis zu Schwingungen angeregt wurde; infolge der Art ihrer Anregung sind die Schwingungen stark gedämpft (Reichweite mehrere Meter).


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Guldberg-Waage-Gesetz

Guldberg-Waage-Gesetz, Massenwirkungsgesetz, benannt nach C.M. Guldberg und P. Waage, besagt, daß eine chemische Reaktion bei einer bestimmten Temperatur (scheinbar) zum Stillstand kommt, wenn das Verhältnis aus dem Produkt der Konzentrationen der Endstoffe und dem Produkt der Konzentrationen der Ausgangsstoffe einen bestimmten Wert erreicht hat. Ist dieser Wert (Gleichgewichtskonstante) erreicht, steht die Reaktion scheinbar still; Ausgangs- und Endprodukte stehen im (dynamischen) chemischen Gleichgewicht: die Geschwindigkeiten für die Hin- und Rückreaktion sind gleich groß. Nach dem Massenwirkungsgesetz laufen in Natur und Technik alle chemischen Reaktionen ab.


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