Gepostet am Mai 4, 2007 in Chemie
Ostwald-Reifung, in der Kolloidchemie das Wachsen größerer Teilchen in kolloiden Suspensionen zuungunsten der kleineren Teilchen, die schließlich ganz aufgezehrt werden. Die Ursache für dieses Phänomen liegt in der Tendenz des festen Materials, ein Minimum der Oberflächenenergie zu erreichen; wichtig für die praktische Anwendung in der Emulsions- und Salbenproduktion.
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Gepostet am Mai 4, 2007 in Astronomie
Oortsche Wolke, Vorstellung von J.H. Oort, nach der die Sonne in einem Abstand zwischen 20000 und 70000 AE (1 AE = 150 Millionen km) von einer kugelschalenförmigen Wolke aus Kometenkernen umkreist wird. Wenn ein Komet irgendwie gestört wird – sei es durch einen vorüberziehenden Stern oder auch nur durch einen entfernten planetaren Körper -, kann er so abgelenkt werden, daß er sich auf die Sonne zubewegt. Wenn er dann durch einen Planeten – gewöhnlich einen der äußeren Riesenplaneten (z.B. Jupiter) – gestört wird, kann er eingefangen und auf eine kurzperiodische Bahn gebracht werden. Ebenso kann er auch aus dem Sonnensystem »hinauskatapultiert« oder einfach in die Oortsche Wolke zurückgeführt werden, um nicht mehr oder erst nach sehr langer Zeit wieder ins innere Sonnensystem zurückzukehren. Es gibt keinen direkten Beweis für die Existenz der Oortschen Wolke. Die Theorie erklärt aber die gegenwärtig bekannten Tatsachen.
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Gepostet am Mai 3, 2007 in Physik
Moseleysches Gesetz, Gesetz aus der Atomphysik, nach dem die Frequenz bzw. Quantenenergie der Spektrallinie einer charakteristischen Röntgenstrahlung proportional mit dem Quadrat der Ordnungszahl (Kernladungszahl) des Antikathodenmaterials zunimmt; gilt vor allem für die K-Serie (die anderen Serien weisen Abweichungen auf). Das Moseleysche Gesetz gab in der Entwicklung der Atomphysik die Möglichkeit zur Voraussage des Vorhandenseins von noch nicht bekannten Elementen (aufgrund von Lücken bei bestimmten Ordnungszahlen in dem von Moseley aufgestellten Schema).
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Gepostet am Mai 2, 2007 in Chemie
Mond-Verfahren, Mond-Prozeß, Niederdruckcarbonyl-Verfahren, dient der Gewinnung von sehr reinem Nickel aus meist sulfidischen Erzen, die in Schacht- oder Flammöfen zu Rohstein verarbeitet und in einem anschließenden Verblaseprozeß in einen eisenfreien Feinstein überführt werden. Der totgeröstete Nickelfeinstein wird durch Schwefelsäure von einem Großteil seines Kupfergehalts befreit, der oxidierte Nickelrückstand mit Wasserstoff bei 400 °C reduziert und anschließend mit Kohlenmonoxid bei 50 °C zu Nickeltetracarbonyl (Ni(CO)4) überführt. Zuletzt erfolgt im Zersetzer bei 200 °C die Spaltung in Nickel (Ni) und Kohlenmonoxid (CO), wobei sich der Nickel auf in den im Zersetzer befindlichen Nickelgranalien niederschlägt.
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Gepostet am Mai 2, 2007 in Physik
Millikan-Versuch, Öltröpfchenmethode, Methode zur präzisen Bestimmung der Ladung des Elektrons (elektrische Elementarladung). Dabei wird zunächst die Fallgeschwindigkeit winziger Öltröpfchen von 10^-4 bis 10^-5 cm Durchmesser, die bei starker seitlicher Beleuchtung gerade noch im Meßmikroskop sichtbar sind, in einem feldfreien, aber lufterfüllten Raum gemessen und daraus mittels des bekannten Stokes-Gesetzes ihre Größe und ihr Gewicht ermittelt. Dann wird durch Anwendung eines elektrischen Feldes genau bekannter Stärke, das auf die (zufällig mehr oder weniger) geladenen Tröpfchen eine Kraft nach oben ausübt, die Fallgeschwindigkeit verringert oder sogar in eine Steiggeschwindigkeit umgekehrt, woraus sich der Betrag der elektrischen Kraft und damit die Ladung des Tröpfchens ergibt. Alle Tröpfchen- Ladungen erweisen sich als kleine, ganzzahlige Vielfache eines gemeinsamen Teilers, der elektrischen Elementarladung.
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Gepostet am Mai 2, 2007 in Physik
Michelson-Versuch, Michelson-Morley-Experiment, erstmals 1881 von A. Michelson und 1887 von ihm und E.W. Morley noch einmal mit größerer Genauigkeit durchgeführter Versuch, die Bewegung der Erde gegenüber dem hypothetischen Lichtäther zu messen. Da sich die Erde bei ihrem Umlauf um die Sonne mit großer Geschwindigkeit (ca. 30 km/s) bewegt, müßte sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts in einem ruhend angenommenen Äther in Richtung der Umlaufbewegung der Erde von der Geschwindigkeit in einer dazu senkrechten Richtung unterscheiden. Der mit einem schwenkbaren Michelson- Interferometer durchgeführte Michelson-Versuch ergab, daß sich das Licht nach allen Richtungen gleich schnell ausbreitet. Die Existenz eines Äthers war also nicht nachweisbar bzw., wenn es einen Äther gäbe, dann müßte er von der Erde mitgeführt werden. Das Ergebnis des Michelson-Versuch gab den Anstoß zur Aufstellung der Relativitätstheorie von A. Einstein.
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