Russell-Saunders-Kopplung

Russell-Saunders-Kopplung, LS-Kopplung, benannt nach H.N. Russell und F.A. Saunders: Für die Lage und Zahl der Energieniveaus in einem Atom ist die Kopplung wesentlich, die zwischen den magnetischen Momenten der einzelnen Elektronen besteht, insbesondere zwischen dem Spinmoment jedes Elektrons und seinem Bahnmoment (Spin-Bahn-Kopplung). Wenn bei Systemen mit mehreren Außenelektronen die Kopplung zwischen dem Spin- und Bahnmoment jedes Elektrons schwach gegenüber der Kopplung der Bahnmomente untereinander und der Spinmomente untereinander ist, so spricht man von Russell-Saunders-Kopplung. Diese gilt bei den meisten, insbesondere den leichteren Atomen und wird deswegen als »normale Kopplung« bezeichnet.


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Röntgenstrahlen

Röntgenstrahlen, X-Strahlen (von englisch x-rays), energiereiche, kurzwellige, durchdringende elektromagnetische Strahlung, die beim plötzlichen Abbremsen (Bremsstrahlung) schneller Elektronen (Kathodenstrahlung) im Antikathodenmaterial und als charakteristische Strahlung aus Quantenübergängen zwischen den inneren Elektronenschalen angeregter Atome entsteht; die Wellenlängen reichen von unter 10-3 nm bis über 10 nm (harte bzw. weiche Röntgenstrahlung). Das Durchdringungsvermögen (Härte) der Röntgenstrahlen hängt unter anderem direkt von der angelegten Hochspannung in der Röntgenröhre ab. Der Nachweis der Strahlung erfolgt mit Geigerzähler, Ionisationskammer, Szintillationszähler und photographisch. Röntgenstrahlen finden zahlreiche Anwendungen in Naturwissenschaften (z,B. Röntgenstrukturanalyse, Röntgenastronomie), Medizin (z.B. Röntgendiagnostik und Röntgentherapie) und Technik.


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Richter-Skala

Richter-Skala, Magnitudenskala, von C.F. Richter aufgestellte Skala zur objektiven Messung und Angabe der bei einem Erdbeben auftretenden Energie mittels Seismographen. Maßeinheit ist die Magnitude (= dekadischer Logarithmus der mit Hilfe eines geeichten Seismometers aufgezeichneten Maximalamplituden der seismischen Wellen in 100 km Entfernung vom Epizentrum). Ein Erdbeben der Stärke M6 (M = Magnitude) ist z.B. zehnmal stärker als eines der Stärke M5. Die größten bisher gemessen Magnituden liegen bei 8,5.


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Raschig-Verfahren

Raschig-Verfahren, Verfahren zur technischen Gewinnung von Phenol aus Benzol in einem zweistufigen Prozeß; in der ersten Stufe wird Benzol bei 250 °C (mit aktivem Aluminiumhydroxid und Kupfersalzen als Katalysatoren) mit Salzsäure und Luft in Chlorbenzol überführt; in der zweiten Stufe wird das Chlorbenzol (in Gegenwart von Kupferverbindungen als Katalysatoren) bei 480 °C zu Phenol und Salzsäure verseift.


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Rabi-Methode

Rabi-Methode, Atomstrahl-Resonanzmethode, Molekülstrahl-Resonanzmethode, eine dem Stern-Gerlach-Versuch ähnliche Methode zur Messung der elektrischen und magnetischen Kernmomente sowie der Hyperfeinstruktur von atomaren Energietermen (z.B. Zeeman-Terme) durch die Wirkung eines magnetischen Hochfrequenzfeldes auf einen von starken inhomogenen Magnetfeldern abgelenkten Atom- oder Molekülstrahl; ermöglichte in der Hochfrequenzspektroskopie erstmals die Bestimmung des magnetischen Dipolmoments, des elektrischen Quadrupolmoment und des Kernspins bei einigen Atomkernen.


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Pythagoreischer Lehrsatz

Pythagoreischer Lehrsatz, Satz des Pythagoras, Lehrsatz der elementaren Geometrie: im rechtwinkligen Dreieck ist die Summe aus den Quadraten über den beiden Katheten gleich dem Quadrat über der Hypotenuse; war schon den Babyloniern bekannt. Als Pythagoreische Zahlen werden je drei ganze Zahlen bezeichnet, die der Gleichung des Pythagoras a^2 + b^2 = c^2 genügen, z.B. 32 + 42 = 52. Dreiecke, deren Seitenlängen sich durch Pythagoreische Zahlen ausdrücken lassen, sind rechtwinklig (Pythagoreische Dreiecke).


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