Taylorsche Reihe

Taylorsche Reihe, benannt nach B. Taylor, gestattet die Berechnung eines unbekannten Funktionswertes f(x+h) aus dem bekannten Funktionswert f(x); grundlegend in der Analysis und ihren Anwendungen; von Taylor mit Hilfe der Newtonschen Interpolationsmethode hergeleitet.


mehr

Szilard-Chalmers-Effekt

Szilard-Chalmers-Effekt, nach L. Szilard und T.A. Chalmers benannte Änderung des chemischen Bindungszustands von radioaktiven Atomen nach Einfang von Neutronen mit anschließender Emission von Elementarteilchen (z.B. Gammaquanten). Der dabei freiwerdende Energiebetrag verteilt sich als Bewegungsenergie (Rückstoßenergie) auf das Elementarteilchen und das entstandene Radionuklid und ist meist höher als die Bindungsenergie des Moleküls, wodurch das Radionuklid-Atom (Rückstoßatom, »heißes Atom«) durch Rückstoß aus dem Molekül- Verband herausgeschleudert wird und nachfolgend chemisch abgetrennt werden kann.


mehr

Spörers Gesetz

Spörers Gesetz, beschreibt die Verteilung (Breitenwanderung) der Sonnenflecken im Verlauf des Sonnenfleckenzyklus. Beim Beginn eines neuen Zyklus erscheinen die Sonnenflecken in hohen heliographischen Breiten (30°-40°), um im Verlauf des Zyklus in immer tieferen Breiten aufzutreten, bis sie gegen Ende des Zyklus (Sonnenfleckenminimum) schließlich in der Zone 5° nördlich und südlich des Sonnenäquators erscheinen. Bevor das Minimum erreicht ist, treten in hohen Breiten bereits wieder Flecken des neuen Zyklus auf, so daß sich die einzelnen Zyklen etwas überlappen.


mehr

Siemens-Martin-Verfahren

Siemens-Martin-Verfahren, benannt nach A.F. und Sir W. Siemens sowie P. und E. Martin, dient der Massenstahlerzeugung aus Roheisen und Eisenerz bzw. Schrott: das entsilicierte Roheisen und der Schrott bzw. das Eisenerz werden durch einen Chargierkran in den mit Chrom-Magnesit-Steinen ausgemauerten Siemens-Martin-Ofen eingefahren. Der unter Druck einströmende Brennstoff (Teeröl, Gas) wird mit der in Regenerativkammern auf 1300 °C erhitzten Luft verbrannt, wobei die frei werdende Energie das Einsatzgut zum Schmelzen bringt. Die Abgase heizen die zweite Regenerativkammer auf. Die Schmelzleistung beträgt rund 30 t Rohstahl/h.


mehr

Seebeck-Effekt

Seebeck-Effekt, ein thermoelektrischer Effekt: das Auftreten einer elektrischen Spannung (Thermokraft) zwischen zwei verschiedenen Metallen (auch Halbleitern), z.B. zwei Drähten, deren Enden durch Löten oder Schweißen verbunden sind, wenn sich die beiden Kontaktstellen auf verschiedenen Temperaturen befinden. Eine solche Anordnung, mit der thermische Leistung direkt in elektrische Leistung umgewandelt wird, eignet sich zur thermoelektrischen Energieumwandlung sowie zur Temperaturmessung und heißt Thermoelement.


mehr

Schrödinger-Gleichung

Schrödinger-Gleichung, in der Wellenmechanik die grundlegende Bewegungsgleichung (Wellengleichung, eine partielle Differentialgleichung) für atomare Teilchen. Sie besitzt nach Maßgabe von Eindeutigkeits- und Randbedingungen nur Lösungen für bestimmte diskrete Eigenwerte, welche den möglichen Energien des untersuchten Systems (z.B. Wasserstoffatom) entsprechen. Das Quadrat der zu diesen Eigenwerten gehörenden Lösungsfunktionen (Eigenfunktionen, Wellenfunktionen) der Schrödinger-Gleichung gibt für einen bestimmten Raumbereich ein Maß für die Wahrscheinlichkeit, mit der sich das atomare Teilchen in dem betrachteten Raumgebiet aufhält.


mehr

Seite 6 von 22« Erste...456781020...Letzte »