Darwinismus

Darwinismus, die von C.R. Darwin durch die Selektionstheorie gegebene kausale Erklärung für die Angepaßtheit der Organismen. Zunächst Hauptstütze für die Abstammungslehre, regte der Darwinismus die biologische Forschung stark an und befruchtete sie bis in unsere Tage. Die von Darwin formulierte Selektionstheorie ist heute experimentell unterbaut und stimmt mit der Vererbungslehre überein.


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Daltonsches Gesetz

Daltonsches Gesetz, Gasgesetz, nach dem in einem Gemisch idealer, sich nicht chemisch beinflussender Gase der Gesamtdruck gleich der Summe der Partialdrücke ist, d.h., in einem Gasgemisch übt jedes Gas den Druck aus, den es im gleichen Raum allein hätte. (Eine Folge des Daltonschen Gesetzes ist, daß der Dampfdruck einer Flüssigkeit unabhängig davon ist, ob sich darüber Luft oder luftleerer Raum befindet.) Für reale Gase gilt das Daltonsche Gesetz mit guter Näherung, solange die Anziehungskräfte zwischen den verschiedenartigen Molekülen vernachlässigbar sind, d.h. für geringe Dichten, und je ähnlicher ihre kritischen Daten sind.


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Cushing-Syndrom

Morbus Cushing, Erkrankung des Menschen durch vermehrte Cortisolproduktion; Ursachen sind a) eine Hyperplasie der Nebennierenrinden, weil durch ein Adenom der Hypophyse oder eine Störung des Hypothalamus vermehrt ACTH (adrenocorticotropes Hormon) ausgeschüttet und somit die Cortisolproduktion übermäßig stimuliert wird, b) ein Tumor oder ein Adenom der Nebennierenrinde, die unreguliert Cortisol sezernieren; auch bei Überdosierung von Corticosteroiden. Symptome: rasche Ermüdbarkeit, Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Striae, Stiernacken, Hirsutismus, diabetische Stoffwechsellage, Osteoporose, Muskelschwäche, bei Frauen Amenorrhoe, bei Männern Potenzstörung. Therapie: operative Entfernung des jeweiligen Adenoms oder Tumors.


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Clusius-Dickel-Trennrohr

Nach K.P.A. Clusius und G. Dickel benanntes Gerät zur äußerst effektiven Trennung von Gasgemischen durch eine Kombination von Thermodiffusion und -konvektion, insbesondere der natürlichen Gemische von gasförmigen Isotopen oder von gasförmigen Verbindungen von Isotopen; besteht aus zwei mehrere Meter langen, senkrecht ineinander angeordneten koaxialen Röhren, von denen die innere durch Dampf oder elektrisch beheizt und die äußere gleichzeitig gekühlt wird. Der Raum zwischen den beiden Röhren ist oben und unten geschlossen und mit dem Gemisch gefüllt, wobei sich die leichteren Moleküle innen, die schwereren außen anreichern (Thermodiffusion); das erwärmte Gasgemisch strömt innen nach oben, während außen das gekühlte herabsinkt (Thermokonvektion).


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Claus-Verfahren

Nach K.E. Claus benanntes Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus schwefelwasserstoffhaltigen Gasen (z.B. Synthesegas); Schwefelwasserstoff (H2S) wird im Claus-Ofen an Katalysatoren (z.B. Bauxit) unter Zufuhr einer bestimmten Menge Luft bei 300-350 °C oxidiert; das Claus-Verfahren verläuft in der Regel zweistufig, wobei in einem ersten Schritt nur ein Teil des Schwefelwasserstoffs zu Schwefel umgesetzt wird und ein weiterer Teil zu Schwefeldioxid (SO2); in einem zweiten Schritt reagiert das SO2 mit dem restlichen H2S zu Schwefel; der zweistufige Prozeß ist durch eine hohe Durchsatzrate gekennzeichnet, der gewonnene Schwefel ist etwa 99,5%ig.


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Chagas-Krankheit

Chagas-Krankheit, amerikanische Trypanosomiasis, in Mittel- und Südamerika vorkommende Infektionskrankheit, die durch den Erreger Trypanosoma cruzi hervorgerufen wird; Übertragung durch Stiche von Raubwanzen der Gattung Triatoma; Inkubationszeit 2-4 Wochen; Symptome: zunächst Hautentzündungen, Lymphknotenschwellungen sowie Milz-, Leber- und Schilddrüsenvergrößerung; bei Fortschreiten der Erkrankung können Ganglienzellen zerstört werden, was zu vielfältigen neurologischen Ausfällen bis hin zur Idiotie führt; ein Herzbefall hat Vergrößerung des Herzens mit Rhythmusstörungen, Dickdarmbefall die Ausbildung eines extrem gedehnten Darms (Megacolon) zur Folge. Die Diagnose wird durch Antikörpernachweis (Komplementbindungsreaktion) gestellt; Behandlung des Akutstadiums mit Spezialpräparaten; Prophylaxe durch Verbesserung der hygienischen Verhältnisse.


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