Gepostet am Mai 1, 2007 in Mathematik
Galton-Brett, Demonstrationsgerät (Nagelbrett) zur Simulation einer Binominalverteilung, die weitgehend einer Gaußschen Fehlerkurve entspricht. Hierzu werden Kugeln durch gleichmäßig verteilte Nägel auf einem Brett in separate, aber gleichgestaltete Kammern verteilt; die Kugeln laufen auf dem senkrecht gestellten Brett jeweils mit der gleichen Wahrscheinlichkeit entweder links oder rechts an den Nägeln vorbei und verteilen sich entsprechend auf die Kammern.
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Gepostet am Mai 1, 2007 in Physik
Galileisches Fernrohr, holländisches Fernrohr, ein von Galileo Galilei wahrscheinlich nach holländischem Vorbild selbstentworfenes und -gebautes Linsenfernrohr; ausgestattet mit einer konvexen (»positiven«) Objektivlinse (Sammellinse) großer Brennweite und einer konkaven (»negativen«) Okularlinse (Zerstreuungslinse) kurzer Brennweite, welche vor dem Brennpunkt des Objektivs angeordnet ist; erzeugt zwar lichtstarke, aufrechte Bilder, weist allerdings nur ein kleines Gesichtsfeld auf und ist umständlich in der Handhabung; heute besonders als Opernglas verwendet.
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Gepostet am Mai 1, 2007 in Physik
Gitterfehler (Störstelle) in einem Kristall, der durch das Abwandern eines Atoms bzw. Ions von seinem regulären, durch ein Minimum an potentieller Energie charakterisierten Platz in eine Gitterlücke hinein zustandekommt. Die Frenkel-Fehlstellen beeinflussen eine Reihe der strukturempfindlichen Kristalleigenschaften (z.B. spezifische Wärme, Dichte). Liegt eine Vielzahl solcher und ähnlicher Störstellen vor, so findet bei Anlegen einer elektrischen Spannung Ionenleitung statt (Ionenhalbleiter).
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Gepostet am Mai 1, 2007 in Chemie, Physik
Fraunhofersche Linien, an verschiedenen Stellen im Sonnenspektrum auftretende dunkle Spektrallinien (Absorptionslinien); entstehen in der unteren Chromosphäre (umkehrende Schicht), deren Temperatur etwa 1000 °C niedriger als die der unter ihr liegenden, lichtaussendenden Photosphäre ist und die das Photosphärenlicht in einzelnen, für die Chromosphärengase charakteristischen Wellenlängen absorbiert. Markante Linien sind die H- und K-Linien des Calciums (Wellenlänge l = 396,85 nm bzw. 393,37 nm), die rote Wasserstofflinie C = Ha (l = 656,28 nm) und die D-Linien (Dublett) des Natriums (l = 589,59 nm und 589 nm). Da auch die anderen Sterne Absorptionslinien in ihren Spektren zeigen, können die Astronomen durch Spektralanalyse deren chemische Zusammensetzung ermitteln. Bis heute wurden mit höchstauflösenden Gitterspektrographen etwa 25000 Fraunhofersche Linien vermessen, von denen etwa 70% mit über 60 chemischen Elementen identifiziert werden konnten.
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Gepostet am Mai 1, 2007 in Mathematik
Fourier-Analyse, harmonische Analyse, Verfahren zur Zerlegung einer periodischen Zeitfunktion (z.B. Schwingungsvorgänge in der Akustik, Elektrotechnik, Gezeitentheorie) in ihre Grundschwingung (1. Harmonische) und in ihre Oberschwingungen (2., 3., 4., … Harmonische); ausführbar rechnerisch, graphisch (harmonischer Analysator) oder meßtechnisch. Beruht auf der Tatsache, daß nahezu jede periodische Funktion in eine Fourier-Reihe entwickelbar ist.
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Gepostet am Mai 1, 2007 in Chemie
Nachweis-Reagens für reduzierende Verbindungen, unter anderem Aldehyde und Mono- und Disaccharide, das unmittelbar vor Gebrauch aus gleichen Volumina einer 7%igen Kupfersulfat- und einer 35%igen Lösung von Kaliumnatriumtartrat (Seignette-Salz) in verdünnter NaOH hergestellt wird. Die tiefblaue Fehlingsche Lösung verfärbt sich beim Vorhandensein einer reduzierenden Verbindung beim Erwärmen durch das entstehende Cu2O rotbraun bis orange; sie wird z.B. zum Nachweis von Traubenzucker, z.B. in Harn, Milch und Wein, verwendet.
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