Markownikow-Regel

Markownikow-Regel, besagt, daß bei der elektrophilen Addition von unsymmetrischen elektrophilen Reagenzien (z.B. Halogenwasserstoffen) an aliphatische Doppelbindungen sich das elektrophile Reagens stets an das Kohlenstoffatom anlagert, das die wenigsten Wasserstoffatome trägt. Abweichungen von dieser Regel können durch den Einfluß von Lösungsmitteln oder durch Anwesenheit von Peroxiden (Peroxid- Effekt) hervorgerufen werden.


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Lewis-Formeln

Lewis-Formeln, nach G.N. Lewis benannte schematische Schreibform zur Darstellung der Elektronenstruktur und der Bindungsverhältnisse in Molekülen, wobei jedes Valenzelektron durch einen Punkt – oder auch bei zwei Valenzelektronen durch einen Strich – neben dem chemischen Symbol des entsprechenden Elements dargestellt wird. Bei einer kovalenten Bindung bilden zwei durch antiparallelen Spin gekennzeichnete Elektronen ein Paar, das durch einen Valenzstrich zwischen zwei Atomen des Moleküls (z.B. zwischen den beiden Wasserstoffatomen eines Wasserstoffmoleküls: H – H) wiedergegeben wird.


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Kurtschatowium

Kurtschatowium, chemisches Symbol Ku, chemisches Element der IV. Gruppe des Periodensystems, Transuran der Ordnungszahl 104; das erste Transactinoiden-Element, das durch Beschießen von Plutonium 242 mit beschleunigten Neon-Ionen erhalten wurde; stark radioaktiv, zerfällt mit einer Halbwertszeit von 0,35 s unter Aussendung von Alphastrahlung; 1964 von einer Forschergruppe um G.N. Fljorow in Dubna (ehemalige UdSSR) entdeckt; später schlugen amerikanische Forschergruppen den Namen Rutherfordium (Symbol Rf) vor; vorläufig gültig ist die Bezeichnung Unnilquadium (Symbol Unq).


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Jamin-Interferometer

Jamin-Interferometer, optisches Meßgerät zur Präzisionsmessung der Brechzahlen von Flüssigkeiten und Gasen. Grundprinzip: Aufteilung eines Wellenzuges durch Reflexion an der Vorder- und Rückseite von zwei gleich dicken planparallelen Platten in zwei räumlich getrennte Teile, die anschließend wieder vereinigt werden und dabei je nach Veränderung ihrer gegenseitigen Phase (Gangunterschied) bestimmte Interferenzerscheinungen zeigen. Eine in einen der beiden Teilstrahlen eingebrachte durchsichtige Substanz verändert den Gangunterschied und bewirkt dadurch eine Verschiebung der Interferenzlinien, aus der der Brechungsindex bestimmt werden kann.


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Haber-Bosch-Verfahren

Haber-Bosch-Verfahren, nach F. Haber und C. Bosch benannte großtechnische Ammoniaksynthese aus den Elemente Wasserstoff und Stickstoff in einer exothermen Reaktion. Ursprünglich wurden der Stickstoff aus Luft (Generatorgas) und der Wassersoff aus Wasserdampf (Wassergas), die abwechselnd über Koks geblasen wurden, gewonnnen. Das dabei anfallende Kohlenmonoxid wurde zur Reduktion von Wasserdampf verwendet (Konvertierung). Heutzutage wird Stickstoff durch Verflüssigen von Luft und Wasserstoff aus Erdöl bzw. Erdgas durch katalytische Umsetzung mit Wasserdampf gewonnen.


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Goldschmidt-Verfahren

Aluminothermie, ein von Hans Goldschmidt entwickeltes Verfahren zur Gewinnung von Schwermetallen, die aufgrund der hohen Sauerstoffaffinität des Aluminiums aus ihren schwer reduzierbaren Oxiden frei werden; die Mischung von Metalloxiden mit Aluminiumpulver heißt Thermit. Da bei ihrer Verbrennung sehr hohe Temperaturen entstehen, wird sie außer zur Herstellung hochschmelzender Metalle auch zum Schweißen (Thermitschweißen) verwendet.


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