Gepostet am Mai 4, 2007 in Chemie
Raschig-Verfahren, Verfahren zur technischen Gewinnung von Phenol aus Benzol in einem zweistufigen Prozeß; in der ersten Stufe wird Benzol bei 250 °C (mit aktivem Aluminiumhydroxid und Kupfersalzen als Katalysatoren) mit Salzsäure und Luft in Chlorbenzol überführt; in der zweiten Stufe wird das Chlorbenzol (in Gegenwart von Kupferverbindungen als Katalysatoren) bei 480 °C zu Phenol und Salzsäure verseift.
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Gepostet am Mai 4, 2007 in Chemie
Pfeffersche Zelle, eine der ersten Vorrichtungen zur Bestimmung des osmotischen Drucks (Osmometer), die auch als Modell einer pflanzlichen Zelle dient. Hierzu ist die Pfeffersche Zelle mit einer »Zellmembran« aus Kupferhexacyanoferrat(II), Cu2[Fe(CN)6], die im Innern einer zylindrischen Tonzelle auf deren poröser Wand aufliegt, ausgestattet, wodurch diese die Eigenschaften einer semipermeablen Membran erhält. Durch Diffusion des Lösungsmittels aus dem die Tonzelle umgebenden Medium in die Lösung der Tonzelle wird das Quecksilber einer an die »Zelle« direkt angeschlossenen Röhre nach oben gedrängt, bis sich der Druck des Quecksilbers mit dem Druck, unter dem das Lösungsmittel in die Lösung hineingezogen wird, das Gleichgewicht hält.
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Gepostet am Mai 4, 2007 in Chemie
Pasteurisierung, Pasteurisation, Verfahren zum Haltbarmachen von Lebensmitteln durch schonendes Erhitzen auf 65-80 °C. Im Gegensatz zur Sterilisation (Erhitzen über 100 °C) werden nur vegetative Zellen, einschließlich fast aller pathogenen Keime, aber keine Bakteriensporen abgetötet (Teilentkeimung). Das Verfahren wird besonders angewandt zur Konservierung von Lebensmitteln, die gegen die hohen Temperaturen des Sterilisierens empfindlich sind, z.B. Milch und Fruchtsäfte.
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Gepostet am Mai 4, 2007 in Chemie
Ostwald-Verfahren, Darstellungsverfahren für Salpetersäure (HNO3) durch katalytische Ammoniakverbrennung; oxidierter Ammoniak wird mit atmosphärischem Sauerstoff bei 800-900 °C an Platinnetzen als Katalysator bei Normal-, Mittel- oder Hochdruck verbrannt, wobei sich Stickstoffmonoxid (NO) bildet; das NO wird zu Stickstoffdioxid oxidiert und unter erhöhtem Druck in Wasser absorbiert; ergibt eine ca. 50-60%ige Salpetersäure-Lösung, die durch Destillation mit Schwefelsäure zu nahezu 100%iger Salpetersäure (HNO3) konzentriert werden kann.
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Gepostet am Mai 4, 2007 in Chemie
Ostwald-Reifung, in der Kolloidchemie das Wachsen größerer Teilchen in kolloiden Suspensionen zuungunsten der kleineren Teilchen, die schließlich ganz aufgezehrt werden. Die Ursache für dieses Phänomen liegt in der Tendenz des festen Materials, ein Minimum der Oberflächenenergie zu erreichen; wichtig für die praktische Anwendung in der Emulsions- und Salbenproduktion.
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Gepostet am Mai 2, 2007 in Chemie
Mond-Verfahren, Mond-Prozeß, Niederdruckcarbonyl-Verfahren, dient der Gewinnung von sehr reinem Nickel aus meist sulfidischen Erzen, die in Schacht- oder Flammöfen zu Rohstein verarbeitet und in einem anschließenden Verblaseprozeß in einen eisenfreien Feinstein überführt werden. Der totgeröstete Nickelfeinstein wird durch Schwefelsäure von einem Großteil seines Kupfergehalts befreit, der oxidierte Nickelrückstand mit Wasserstoff bei 400 °C reduziert und anschließend mit Kohlenmonoxid bei 50 °C zu Nickeltetracarbonyl (Ni(CO)4) überführt. Zuletzt erfolgt im Zersetzer bei 200 °C die Spaltung in Nickel (Ni) und Kohlenmonoxid (CO), wobei sich der Nickel auf in den im Zersetzer befindlichen Nickelgranalien niederschlägt.
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