Entwicklung der Mitfahrzentralen
Früher waren die Mitfahrgelegenheiten ein richtiges Abenteuer. So erzählen sich einige gruselige Geschichten von nächtlichen Fahrern, die eigentlich nicht mehr am Leben sein dürften. Andere wiederum hätten beim Trampen die Frau fürs Leben gefunden. Sogleich hat man gut gemeinte Ratschläge von seinen Eltern vernehmen müssen, wie man sich bei Fremden im Auto verhalten soll und dass man mit der Bahn wohl besser aufgehoben wäre. Doch die 90er Jahre haben den Eltern wieder etwas Ruhe gebracht. Trampen ist nicht mehr modern.
Das hat wohl mit der immer bequemer werdenden Generation Golf zu tun. Aber auch mit dem Internet. Mit den Online Mitfahrzentralen kommt man für nur ein paar Euro mehr, schnell vom Platz und muss nicht stundenlang bei Regen oder in eisiger Kälte auf einen wohlwollenden Fahrer warten. Man finden dort meist eine Fahrgemeinschaft für Berufpendler, oder eine Mitfahrgelegenheit für längere Autoreisen. Damals in den 80er Jahren sammelten sich Reisewillige in der Nähe vom Bahnhof, wo es meist nur die eine bekannte „Mitfahrzentrale“ gab, die die Preise bestimmte. Bis auf die Kommunikationsbasis, ist das Prinzip das Gleiche geblieben. Tausende von Reisenden werden wöchentlich von privaten oder studentischen Mitfahrerbörsen zusammengeführt. Die Fahrer müssen sich mit persönlichen Daten, wie der Adresse und der Telefonnummer, auf der Website anmelden, während die Suchenden gleich mit der Anfrage starten können. Man gibt relevante Suchbegriffe ein und klickt auf „Go“.
Schon erscheinen die Angebote in einer Übersicht. Mitfahrgelegenheiten im Internet bringen klare Vorteile. Keine Gebühren an Dritte, kein Preisfeilschen und die Termine und Treffpunkte können einfach per Handy abgestimmt werden. Jedoch nehmen die kostenpflichtigen Mitfahrzentralen gerne die Handynummer raus, weil sie von der Vermittlung nicht ausgeschlossen werden wollen.
