Das Spielhaus als Rarität

Das Kinder möglichst viel Bewegung brauchen und auch haben sollten, ist schon lange kein großes Geheimnis mehr. Dass sie auch Spaß an viel Bewegung, vor allem an der frischen Luft, haben, kann man sich auch gut vorstellen. Man muss nur einmal an einem schönen und sonnigen Tag die Kinder auf der Straße oder auf einem großen Spielplatz beobachten. Sie toben, tollen herum, rennen, klettern, spielen Bewegungsspiele und machen Mannschaftssport. Nicht liegt mehr in der Natur der Kinder als das. Leider interessiert das die meisten Städte in der heutigen Zeit nicht mehr. An Spielplätzen wird schon lange nichts mehr modernisiert. Wenn ein klettergerüst zusammenbricht, wird meist der übrige Spielplatz ebenfalls nicht mehr lange da sein. Statt dessen werden diese Grünflächen möglichst bald an potente Käufer weitergegeben, die diese dann in der Mehrzahl der Fälle mit Immobilien bebaut.

Oder es wird ein ganzer Spielplatz eingeebnet, mit der Begründung, dass nicht mehr genügend Kinder dafür da wären. Für die Kinder, die aber noch da sind gibt es bald einen Spielplatz weniger. Oftmals war dies bereits der letzte, der für sie zu erreichen war. Ein ganzes Spielhaus auf einem öffentlichen Spielplatz anzutreffen, ist eigentlich schon fast utopisch geworden. Wenn man als Eltern und Kinder Glück hat, dann gibt es in der Nähe wenigstens einen kleinen Spielplatz mit kleinen Geräten, wie zum Beispiel einer Wippe, einem Sandkasten oder einem Balken zum balancieren. Wenn man ganz viel Glück hat, gibt es vielleicht noch ein kleines Klettergerüst. Ein komplettes Spielhaus werden die meisten Kinder wohl nur noch aus Erzählungen kennen.